Allgemeine Informationen

„Genauso wie ein Tonkrug (trockenes) Leder und eine Wagenachse
durch die Anwendung von Öl stabil und unauffällig werden, so wird der
(menschliche Körper) durch Ölmassagen kräftig und die Haut
schön und gesund: Vata-Erkrankungen wird vorgebeugt und
die körperliche Widerstandskraft und Belastbarkeit erhöhen sich“

Caraka-Samhita, Sutrasthana, 5,85ff

 

Warum sollte man eine Ayurveda-Kur machen?

Ob Therapie, Regeneration oder Gesundheitsvorsorge – eine ayurvedische Kur ist eine wunderbare Möglichkeit, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und der Balance von Körper, Geist und Seele bewusst Aufmerksamkeit zu schenken. Das Zusammenspiel der ganzheitlichen Therapiemethoden, wie z.B. ayurvedische Ölmassagen und reinigende Kräuter, ergänzt durch Yoga und ayurvedische Ernährung tragen dazu bei, dass im Körper angesammelte toxische Stoffe ausgeschieden werden, angespannte Muskulatur loslassen kann und Körper und Geist einmal zur Ruhe kommen.

Welche unterschiedlichen Kuren gibt es?

Das Kurspektrum ist sehr vielfältig. Die wichtigste Unterscheidung besteht zwischen präventiven bzw. gesundheitsfördernden und therapeutischen Kuren (Panchakarma).
Die Länge einer Kur richtet sich nach dem Ziel, das erreicht werden soll. Eine Tages- oder Mehrtageskur ist entspannend und fördert die Gesundheit.
Dagegen erfordert eine medizinische Therapie, bei der unterschiedliche Ausleitungsverfahren zur Anwendung kommen, mindestens zwei Wochen oder bei schweren Erkrankungen auch länger.

Was geschieht während einer Regenerations- oder Rasayana-Kur?

Das Heilsystem des Ayurveda verfügt über eine große Vielzahl angenehm entspannender bis hin zu intensiv-therapeutischen Behandlungen (→ Ayurvedische Massagen / Ayurvedische Therapien)

Abhängig von Behandlungsdauer und Ziel der Kur werden Ganz- oder Teilkörperbehandlungen (z.B. Gesichts- oder Fußmassage) mit erwärmten Kräuterölen durchgeführt. Eine Schwitzbehandlung im Anschluss vertieft die therapeutische Wirkung der Kräuter und Öle tief im Gewebe. Ergänzend können viele spezielle therapeutische Behandlungen je nach individuellem Bedarf eingesetzt werden.
Yoga, Pranayama oder Meditation geben Körper und Seele wichtige Impulse und sollten während einer Kur nicht fehlen.
Eine angepasste ayurvedische Ernährung unterstützt den Körper – und hier vor allem das Verdauungssystem bei den Reinigungsprozessen, die durch die Behandlungen angestoßen werden.

Die therapeutische Kur (→ Panchakarma)

Die Panchakarma-Kur ist das Herzstück der ayurvedischen Behandlung. Man versteht darunter eine sehr intensive Therapiemethode, bei der der Körper auf allen Ebenen entgiftet und gereinigt wird. Speziell ausgesuchte Heilkräuter unterstützen den Prozess. Sie werden sowohl äußerlich zur Massage, als auch innerlich zur Unterstützung der Reinigungsprozesse verwendet.
Der Stoffwechsel wird angekurbelt, und Organe und die Körpergewebe regenerieren sich.
Ein gesundes Körpermilieu wird wiederhergestellt und Krankheiten dadurch der Nährboden entzogen. Gleichzeitig werden Lebensenergie und auch die Immunität gestärkt.

Viele Menschen führen eine Panchakarma-Kur präventiv in regelmäßigen Abständen durch, um ihren Körper gesund zu erhalten.

Indikationen für eine Panchakarma-Kur bei chronischen Erkrankungen:
– Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie z.B. Reizdarmsyndrom,
– allgemeine Verdauungsstörungen
– Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
– Atemwegserkrankungen
– Hauterkrankungen
– Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Bandscheibenvorfall, Arthrose
– Burn-Out-Problematik, Stress
– Tinnitus
– Depressionen und Schlaflosigkeit
– gynäkologische Beschwerden wie z.B. PMS
– Multiple Sklerose

Für wen ist eine Kur geeignet?

Grundsätzlich ist eine ayurvedische Kur für jeden Menschen geeignet.
Es gibt einige wichtige Gegenanzeigen:
– Kinder und Schwangere
– sehr alte oder sehr geschwächte Menschen
– akute Erkrankungen, Entzündungen oder Fieber
– eine Belastung durch Ama. Darunter versteht man unverdaute Stoffwechselprodukte, die sich im Körper abgelagert haben . Diese müssen zunächst gelöst und danach ausgeleitet werden.

Bevor Sie sich zu einer Kur entschließen, sollten Sie sich von einem Heilpraktiker oder Arzt für Ayurveda-Medizin beraten lassen.

Wo kann man ayurvedische Kuren machen?

Die Entscheidung über den Ort einer Kur sollte gut überlegt werden. Denn man sollte sich auch Wohlfühlen.
Ganz wichtig ist vorab die Klärung Ihres Anliegens. Suchen Sie ein paar Tage Entspannung und Regeneration, oder leiden Sie unter Beschwerden oder Schmerzen, die Sie behandeln lassen möchten?
Für jeden gibt es den richtigen Ort. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!
Hier an dieser Stelle können nur einige Argumente genannt werden.

Eine ayurvedische Kur direkt im Ursprungsland Indien oder Sri Lanka stellt eine klassische Möglichkeit dar. Dort an Ort und Stelle ist es möglich, die Wurzeln dieses großartigen Naturheilsystems zu erleben, inmitten der regionalen Traditionen, des warmen Klimas, der Flora und Fauna.

Wer nicht so gerne lange fliegen möchte und sich ungern den Klima-, Ernährungs- und kulturellen Eigenheiten auf einem anderen Kontinent aussetzen möchte, findet auch in Deutschland und Europa viele Möglichkeiten, authentisches Ayurveda zu erleben. Die Bandbreite reicht von kleinen Zentren bis hin zu großen Kurkliniken.

Auch ambulante Kuren, wie wir sie in unserem Zentrum auf dem Unteren Dützhof anbieten, können eine gute Alternative sein. Sie können zwischen präventiven Kuren und Panchakarma-Kuren auswählen, die wir individuell auf Sie abstimmen.
Als Besonderheit sind Themen-Kuren zu nennen, die sich einem besonderen Beschwerdebild wie z.B. Schlaflosigkeit, widmen. Neben speziellen manualtherapeutischen Behandlungen versuchen wir uns in Gesprächen den Ursachen aus ayurvedischer Sicht zu nähern und nachhaltige Veränderungen anzuregen.

Es besteht die Möglichkeit auf dem Unteren Dützhof zu übernachten und verpflegt zu werden.